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Wohnbehagen in der Kleinstadt über der Autobahn
Doppelflächennutzung durch 14-geschossige lineare Überbauung
Die Idee, den Teilabschnitt einer Autobahn in eine lineare Wohnbebauung zu integrieren, wurde 1971 von den Architekten Georg Heinrichs und Wolf Bertelsmann entwickelt. Neun Jahre
später, seit 1980, schlängelt sich die Verkehrsader zwischen Schmargendorf und Steglitz wie selbstverständlich durch die von der DEGEWO im Berliner Ortsteil Wilmersdorf errichtete 14-geschossige Autobahnüberbauung.
Dem leicht geschwungenen Verlauf der dreispurig in beide Verkehrsrichtungen führenden Trasse angepasst und der angrenzenden Schlangenbader Straße entlehnt, erhielt das schmucke Terrassenhaus von seinen Bewohnern
liebevoll den Namen „Schlange“. Mit einer Höhe von 46 Metern und der Länge von 600 Metern ragt die imposante Wohnanlage wie ein Luxusdampfer aus dem Häusermeer der citynahen Großstadtlandschaft heraus. Das aus
sieben fließend ineinanderübergehenden Baukörpern bestehende Wohngebirge wurde von der DEGEWO in vierjähriger Bauzeit errichtet. Nach der am 18. November 1976 erfolgten Grundsteinlegung und dem am 1. März 1979
würdig begangenen Richtfest zogen 1980 die ersten Mieter in die insgesamt 1981 fertiggestellte Autobahnüberbauung mit ihren 1 215 Wohnungen ein.
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